Diamonds are a girl´s best friend and the mens

Nicht nur Frauen lieben Diamanten. In diesen Zeit investieren Männer ihr Geld nicht nur in Schmuckdiamanten, sondern in solche, die sie zu Anlagezwecken erwerben.

Das Herz des europäischen Diamantenhandels schlägt im belgischen Antwerpen. Jeden Tag, so heißt es in den Medien, werden hier Diamanten im Wert von 220 Millionen US-Dollar gehandelt. Ähnlich wie Gold sind Diamanten für Anleger dann interessant, wenn es um die Sicherung ihres Vermögens geht.

Dabei sind die Diamanten-Preise weitaus stabiler als der schwankende Goldwert. Doch während es nur wenig Kenntnis beim Goldkauf braucht, braucht es genau das, wenn es um Investitionen in Diamanten geht. Kaum ein Privater verfügt über dieses Wissen, was allein schon bei der Preiseinschätzung von Nöten ist. Anders als Gold, bei dem sich der Preis nach dem Gewicht berechnet, ergibt sich der Wert eines Diamanten aus gleich vier Eigenschaften, den so genannten vier C’s:

• Carat für das Gewicht
• Clarity (Reinheit)
• Colour (Farbe)
• Cut (Schliff).

Dazu kommt, dass der „typische“ Diamant ein Naturprodukt ist und damit so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Vergleiche sind somit kaum möglich. Daneben gibt es inzwischen Diamanten, die heutzutage nicht mehr zwingend aus Minen gefördert werden müssen. Seit 1950 können sie im Labor gezüchtet werden können. Inzwischen ist es dem Team um den Physiker Matthias Schreck von der Universität Augsburg gelungen, einen 155-Karäter mit 92 Millimeter Durchmesser im Labor herzustellen. Das ist einer der bisher größten von Menschenhand geschaffener Diamant. Doch sind synthetische Diamanten weniger für Investoren und Liebhaber gedacht. Sie werden von der Industrie benötigt, zum Beispiel für Hochleistungselektronik.

Künstliche Diamanten weisen die gleichen Eigenschaften wie Naturdiamanten auf, sind aber im Schnitt 25 Prozent günstiger als natürliche. Der Unterschied ist weder von Laien noch von Profis einfach zu erkennen. Einzig im Labor lässt er sich feststellen. Deshalb braucht es bestätigte Zertifikate. So wird z. B. die Echtheit von Diamanten von Einrichtungen wie Hoge Raad voor Diamant (HRD) oder Gemological Institute of America (GIA) bescheinigt. Während künstliche Diamanten nach Bedarf produziert werden können, ist der Nachschub an Naturdiamanten begrenzt. Es dauert oft Jahrzehnte, bis neue Minen erschlossen werden, während bestehende bereits nah an einer Schließung sind. Wie lange noch Diamanten aus der Erde geschöpft werden, weiß niemand.

Für Anleger ist es unter normalen Umständen kaum möglich, Geld in Diamanten anzulegen, ohne die Steine vor Ort selbst zu begutachten und zu kaufen. Wobei „begutachtet“ bedeutet, selbst über Detailwissen zu verfügen. Darüber aber verfügen nur Experten. Am Ende baut dieses Geschäft auf Vertrauen. Doch wie sagte Lenin einst?: „Vertrauen ist gut – Kontrolle besser.“ Doch wer soll kontrollieren, wenn das eigene Wissen begrenzt ist? Wer sein Geld in Diamanten investieren will, muss einen Experten an seiner Seite haben, weil einfach zu viel auf dem Spiel steht.

Der Wertzuwachs eines 1 Karat-Diamanten kann sich sehen lassen. Seit 1960 stieg der Preis je Karat um 4,5 Prozent. So wurden aus 2.700 US-Dollar inzwischen über 28.000 US-Dollar. Darüber hinaus eignet er sich hervorragend als leicht zu verstauende Kapitalanlage. 1 Karat entsprechen 0,2 Gramm. Je nach Schliff kann z. B. ein 5 Karat Brilliant rund 420.000 Euro kosten. Für diesen Preis bekommen Sie rund 9 Kilo Gold. Sie haben die Wahl: 1 Gramm oder 9 Kilo vor „neugierigen Menschen“ zu verstecken.

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