Lohnt sich wegen Corona der Kauf eines Eigenheims?

Natürlich. Jeder Tag ist Kauftag. Vorausgesetzt, du kannst die Immobilie bar bezahlen. Im anderen Fall machst du dich zum Sklaven deiner Bank und die ist gnadenlos, wenn es um ihr Geld geht. Schaue dir die Corona-Krise an. Über zehn Millionen Menschen wurden in Kurzarbeit geschickt. Eine Entwicklung, die nur vor ein paar Monaten undenkbar war. Viele dieser Menschen bekommen nur noch 60 Prozent ihres Gehalts. Da kann es schon schwierig werden, einen Kredit zu bedienen. Hält so eine Krise nur kurz an, ist das weniger ein Problem. Was aber, wenn du deine Arbeit verlierst, weil dein Arbeitgeber durch die Coronakrise in die Insolvenz gehen musste? Kannst du eine solche Situation aussitzen?

Eine Immobilie ist, wie der Name schon sagt, immobil. Du kannst sie nicht einfach wie ein Tiny-House an dein Auto hängen und wo anders neu aufstellen. Du bist an diesem Standort gebunden. Deshalb ist doch nicht die Frage, ob du heute, morgen oder übermorgen eine Immobilie kaufen sollst, sondern ob du bereit bist, ein Stück Freiheit für diese Immobilie aufzugeben und dich für sehr lange Zeit an einen Standort bindest.

Ist dir dein Leben es wirklich wert, allein wegen einer Immobilie sich in der Mobilität einzuschränken? Willst du wirklich 30 Jahre Schulden vor dir herschieben, bevor du alle Gläubiger aus deinem Grundbuch hast? Hast du überhaupt genügend Geld, dir diesen Luxus einer eigenen Immobilien leisten zu können? Wenn du dir eine solche für 500.000 Euro zulegen willst, dann fallen Nebenkosten von bis zu 65.000 Euro an. Dieses Geld ist für immer verloren. Es ist erhöht nicht den Wert deiner Immobilie nicht, weil es die Taschen des Staates, des Maklers und der Notare füllt. Geht leider nicht anders. Also überlege dir gut, ob du 65.000 Euro zum Fenster hinauswirfst.

Bei einer Wertentwicklung von 2,5 % pro Jahr wirst du diese 65.000 Euro erwirtschaftet haben. Allerdings nicht in Cash, sondern in Form von Rentabilität, wobei ich dabei noch nicht die Inflation berücksichtigt habe. Zudem musst du dir die Frage stellen, ob du an den Wendepunkten deines Lebens möglicherweise das Haus verkaufen musst. Dann brauchst du einen Käufer. Der steht aber selten vor deiner Haustür und kratz mit seinen Füßen, um einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Den musst du suchen und das kann dauern. Eine Immobilie, die du einst auf deine Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten hast, musst am Ende einen Käufer finden, der mit dir auf dieser Welle schwimmt. Glaube mir, die sind selten. Deshalb kannst du eine Immobilie, selbst in Boomzeiten, nicht von gleich auf sofort verkaufen.

Wenn du bereit bist, das und noch viel mehr in Kauf zu nehmen, dann lohnt sich der Kauf einer Immobilie. Im anderen Fall warte einfach auf bessere Bedingungen.

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