Endlich sind wir reicher als gestern!

Hast du heute schon eine Flasche Champagner geköpft, um auf deinen neuen Reichtum anzustoßen? Zeit wird´s. Immerhin bist du heute reicher als vor fünf Jahren. Nach einer Bundesbank-Studie verfügt jeder deutsche Haushalt nach Abzug seiner Schulden über ein Netto-Vermögen von 232.800 Euro. Das entspricht ein Plus von 8,5 Prozent. Doch leider schweigt sich die Studie darüber aus, wo ich bei mir im Haushalt suchen muss, um diese gewaltige Summe zu finden. Auch wenn die Rede von Vermögen ist, so wird doch mit Sicherheit auch Bargeld darunter sein.

Ich habe selbst die Fußleisten hochgenommen und das Parkett im Wohnzimmer herausgerissen, in der Hoffnung, hier dieses viele Geld zu finden. Nachdem ich nicht fündig wurde, habe ich mich direkt an die Studien-Autoren gewandt, um von ihnen einen Tipp zu bekommen. Ich möchte nicht länger suchen. Es reicht, wenn ich Ostern nach Eiern suchen muss. Doch leider steht die Antwort bis heute aus. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich freue mich jeweils riesig über diese Summe. Kann ich mir doch dann endlich ein Wohnmobil kaufen.

Möglicherweise bin ich nicht der Einzige, der nicht weiß, wo sich das viele Bargeld versteckt hält. Gleiches gilt natürlich auch für das restliche Vermögen. Ich weiß gar nicht, wo ich es überall angelegt habe, um auf fast 240.000 Euro zu kommen. Ich hätte meine Buchführung besser im Griff haben sollen. Nun stehe ich ganz schön dumm da. Ich teile dieses Problem mit den vielen Millionen Menschen, die in diesem Land von Hartz IV leben. Da sitzen sie auf einen Vermögensberg und wissen es noch gar nicht. Während Greta für das Klima kämpft, sollten wir uns zusammentun und für die Herausgabe des Vermögens kämpfen. Wenn du es nicht bei dir hast, dann muss es ja irgendjemand für dich horten. Damit muss Schluss sein. Her mit der Kohle, damit es uns allen besser geht. Doch, wie erwähnt, warte ich noch das Schreiben der Studien-Autoren ab. Es kann ja auch sein, dass sie einfach nur ein Komma falsch gesetzt haben. Statt 232.800 Euro meinten sie 23,28 Euro. Wen dem so ist, dann muss ich nicht lange suchen. Die habe ich gerade noch im Portemonnaie.

Einmal zeigt sich, dass Studien mit durchschnittlichen Angaben keinen Cent wert sind. Natürlich gibt es Menschen, die über 240.000 Euro ihr Eigen nennen. Das aber sind die Wenigsten. Die Meisten sind froh, wenn am Ende des Geldes nicht noch zwei Wochen Monat übrigbleiben. Steigende Ausgaben für Mieten und Nebenkosten belasten die Haushaltskasse inzwischen so stark, dass selbst Normal-Verdiener immer größere Probleme bekommen.

Was immer du für Ziele hast in deinem Leben. Vergleiche dich dabei nie mit anderen und halte dich vom Durchschnitt fern. Nach dieser Berechnung besitzen zwei Männer jeweils eine halbe Million, obwohl der eine nur einen Euro hat, während der andere sich über 999.999 Euro freut.

Wenn du finanziell frei sein willst, dann kommt es nicht auf den Durchschnitt an, sondern auf dich. Du musst wissen, was du willst. Wenn du das Ziel kennst, kannst die Maßnahmen ergreifen, die dich direkt zum Ziel führen.

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