Als Marke sind Sie merkwürdig

Mode kommt und geht. Was heute noch en Vogue ist, ist morgen bereits überholt. Je öfter zudem ein Kleidungsstück gewaschen wird, desto unansehnlicher wird es. Trotz dieser Kenntnis investieren Käufer nicht selten bis zu 100 Euro für ein „Marken-T-Shirt“. Anders ausgedrückt: Sie kaufen z. B. ein T-Shirt auf dessen linken Brustseite der Name des Herstellers prangt. Dafür, dass sie für diesen Hersteller „Werbung machen“, bezahlen sie ihn sogar dafür.

Die Betroffenen sehen das natürlich vollkommen anders. Sie wollen mit einem Marken-Modelabel der Welt zeigen, dass sie es sich leisten können. Das sie Teil der „Oberen“ sind. Nun ja, Dummheit stirbt nicht aus. Ganz ehrlich: Wer so denkt, der braucht kein neues T-Shirt, sondern einen Therapeuten, der ihm klar macht, dass es mit dem Selbstbewusstsein nicht zum besten bestellt ist.

Damit wir uns richtig verstehen. Entspricht der Preis eines Labels der Qualität, dann ist es gut investiertes Geld. In allen anderen Fällen Marketing für andere und damit nicht in eigener Sache.

Die hier Angesprochenen machen sich zudem nicht bewusst, wie viele Stunden sie für ein einzelnes Kleidungsstück haben arbeiten müssen, um anschließend Werbung laufen zu dürfen für ihren „geliebten“ Modeschöpfer/ihre geliebte Modeschöpferin. Diese dürften sich ob dieses Verhaltens jeden Tag vor Freude auf ihre Schenkel klopfen. Liegt der Netto-Stundenlohn bei zehn Euro, dann hat der Käufer fast zehn Stunden für ein „Marken-T-Shirt“ gearbeitet. Selbst gewählte Leiden, um nur für ein paar Stunden „mehr Schein als Sein“ sein zu dürfen.

Wer erfolgREICH werden will, muss auch an sich denken!

Dazu zählt der Beruf und natürlich das Anlageverhalten. Geld gehört in Sachwerte investiert – dazu zählt Kleidung nicht, auch wenn es augenscheinlich eine Sache ist. Doch keine Sorge. Sie dürfen natürlich noch Geld für Kleidung ausgeben, schließlich schützt diese Sie in jeder Hinsicht. Sie haben 100 Euro zur Verfügung? Dann gilt, dass Sie gute Qualität in Sachen T-Shirt schon für 30 Euro kaufen können, allerdings ohne „Werbeaufdruck“. Die restlichen 70 Euro investieren Sie in Sachwerte. Wer finanziellen Wohlstand anstrebt, der fährt mit dieser Aufteilung am besten. Auf der einen Seite erhöht sich das Vermögen und gleichzeitig muss nicht auf Qualität in Sachen Mode verzichtet werden.

Sie entscheiden!

Sie investieren weiterhin viel Geld in teure Mode und laufen so mit dem Mode-Label auf der Brust als kostenlose Litfaß-Werbesäule für andere durchs Leben. Oder aber Sie investieren in sich selbst. Im Internet finden Sie Dutzende von Unternehmen, die Ihnen für kleines Geld Ihre „Mode-Marke“ erstellen. Ob T-Shirt, Polo-Shirt, Turnbeutel oder Caps. Sie können jedes Teil einzeln bestellen und es individuell bedrucken lassen. Das spart sehr viel Geld (gegenüber den klassischen Anbietern). Darüber hinaus bringen Sie sich so als Marke ins Gespräch, weil Ihr Auftreten „merkwürdig“ ist. Der Duden beschreibt dieses Adjektiv mit „staunen, Verwunderung und seltsam“. Nun, an dieser Stelle teile ich die Sicht des Dudens nicht. Merkwürdig steht für mich für „zu merken würdig“. „Würdig“ wird im Duden beschrieben als „jemandes, einer Sache wert, Auszeichnung …“

Wer sich merkwürdig verhält, fällt auf. Fallen Sie in Zukunft nicht mit typischen Modelabel auf, die Hans und Franz tragen, sondern mit Ihrem eigenen Namen. D werben Sie für sich und fallen unter den vielen anderen auf.

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