Immobilie kaufen und Geldgeschenke sichern

Kauf einer Immobilie

Nach Meinung von Stiftung Warentest ist der Kauf einer Immobilie dank niedriger Zinsen noch immer attraktiv. Ich bin weder Wissenschaftler noch Mitglied einer Stiftung. Dafür verfüge ich über einen gesunden Menschenverstand und der sagt mir seit mehr als 40 Jahren: „gewohnt wird immer“. Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf. Insofern gab es noch nie einen richtigen oder falschen Zeitpunkt, in eine Immobilie zu investieren. Der beste Zeitpunkt ist immer jetzt.

Nun gut, das habe ich stets behauptet. Aber wer bin ich denn schon? Ein kleiner Buchautor und kein Vorstandsmitglied einer Institution, deren Angestellte besondere monetäre Privilegien genießen. Wer glaubt, diese hätten den Stein des Weisen in der Tasche, wird auch stets nach deren Empfehlungen handeln. So sagte z. B. kein geringer als der Vorstand der Stiftung, Hubertus Primus, in einem Interview: „…Riester ist zu bürokratisch und zu kostenintensiv. Wir haben es trotzdem immer noch empfohlen, weil die Alternativen fehlen.“ Aha! Da wird also ein Produkt empfohlen, was mehr oder weniger an den Bedürfnissen der Anleger vorbeizielt, aber aus Mangel an Alternativen die Stiftung Warentest daran festhält. Als wenn es am Kapitalmarkt keine Alternativen gäbe.

Meine ersten Immobilien habe ich als junger Mann in den 1980er-Jahre gekauft. Selbst als der Markt am Boden lag, handelte ich antizyklisch. Das hat sich ausgezahlt. Keine Sorge. Im Leben gibt es, von einigen Ausnahmen, die im Besonderen mit dem Alter zusammenhängen, keine verpassten Chancen. Auch heute nicht. Wenn Sie noch immer mit der Idee schwanger gehen, eine Immobilie zu erwerben, dann sollten Sie trotz der hohen Kosten nicht länger warten. Denn das, was ab 2020 auf uns Deutsche zukommen wird, ist beispiellos in der Geschichte des Geldes.

Kauf einer Immobilie in Zukunft

Schon heute pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Die Konjunktur in der Eurozone lahmt. Wenn im November 2019 Frau Lagarde den Chefposten der EZB inne hat, wird eine ihrer ersten Amtshandlungen die Befeuerung der Konjunktur sein, um ein Abdriften in die Rezession unter allen Umständen zu vermeiden. In den zurückliegenden 70 Jahren war das auch kein Problem. Da wurden die Zinsen erhöht oder gesenkt. Diese lagen immer deutlich über Null Prozent. Heute sieht das ganz anders aus. So notieren z. B. die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf minus 0,33 Prozent. Das bedeutet nichts anderes, als das die Geldanleger den Staat fürs Schuldenmachen belohnen. Sie geben ihm Geld dafür, dass sie seine Anleihen erwerben dürfen. Eine Entwicklung, die auch die Häuslebauer erreichen wird. In diesem Fall würde ihnen Geld geschenkt werden, wenn sie sich beim Kauf einer Immobilie verschulden.

Heute muss jeder, der z. B. eine Immobilie über ein Darlehen finanziert, Geld in Form von Zinsen an seine Gläubiger zahlen. Die Höhe richtete sich nach der Bonität des Schuldners. Natürlich dementiert die Branche, dass es zu einem Minuszins bei Immobilienkrediten kommen kann. Sie hoffen einfach, dass sich die Konjunktur stabilisiert, getreu dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Da sich die Märkte keinen Deut darum scheren, was Anleger wollen, wird es anders kommen. Das ist so klar wie Kloßbrühe. Wenn Frau Lagarde die „Euro-Welt“ retten muss, hat sie so gut wie keine andere Wahl als die Zinsen noch weiter unter Null Prozent zu drücken. Es ist aus meiner Sicht keine Frage, ob das passieren wird, sondern nur wann. Kommt es dazu, dann werden die Käufer von Immobilien dafür belohnt, Schulden zu machen.

Immobilienpreise werden explodieren

Sie lesen richtig. Der Käufer einer Immobilie zahlt am Ende weniger Geld zurück als er für die Finanzierung einst aufgenommen hat. Das wiederum bedeutet, dass es noch nie so leicht war, mit geliehenem Geld Immobilieneigentum zu erwerben. Das wiederum wird dazu führen, dass die Immobilienpreise explodieren werden. Wenn keine Zinsen zu zahlen sind, werden abertausende Menschen eine gigantische Nachfrage auslösen. Die, die verkaufen wollen, brauchen nur noch abzuwarten, wie sich die Käufer gegenseitig überbieten. Erhalten sie den Zuschlag, bekommen sie nicht nur die Immobilie, sondern noch Geld von der finanzierende Bank dazu.

Eine solche Entwicklung habe selbst ich nie für möglich gehalten, obwohl ich einer der größten Gegner des Euros bin. Doch hier zeigt sich: Nichts ist mehr sicher, selbst das nicht. Wir steuern auf gewaltige Zeiten zu. Handeln Sie jetzt, bevor andere Ihnen zuvorkommen.

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