Die SPD steht zur Groko = „Große Kosten“. Der Bürger wird weiterhin zur Kasse gebeten

Ich gehe stramm auf die 60 Jahre zu und glaubte, bisher alles gesehen und erlebt zu haben. Wie man sich doch täuschen kann. Heute konnte die SPD nach quälend langen Monaten endlich wieder die Parteispitze besetzen. Notwendig, weil die „Bätschi“-Andrea das Handtuch geschmissen hat.

Angeblich, weil sie gemobbt wurde. Ja, nee is klar. Wenn Inkompetenz mit Mobbing gleichgesetzt wird, muss man sich über die neuen Ergebnisse der PISA-Studie nicht wundern.

Erstmals seit Gründung der SPD, die ihren Anfang 1863 nahm, wird die Spitze mit zwei Personen besetzt. Was dieser Unsinn soll, erschließt sich mir nicht. Aber egal. Des Genossen Wille ist ihr Himmelreich. Daran störe ich mich nicht. Ich habe nur die Wut im Bauch, wenn ich mir die Aussagen des Duos vor der Wahl anschaue. Werden sie gewählt, so betonten sie gebetsmühlenartig, wollen sie der CDU so mal richtig auf den Zahn fühlen und, wenn alle Stricke reißen, die GroKo verlassen. Als Tiger gesprungen als Bettvorleger gelandet.

Nun sind sie heute von der Basis in ihr neues Amt gewählt worden und siehe da, vorbei mit dem „wir verlassen mal eben die GroKo“. Nun wird weichgespült, getreu dem Motto: Was interessiert uns unser Geschwätz von gestern. Fremdschämen ist angesagt. Doch sehr viel schlimmer ist aus meiner Sicht das Signal, das durch dieses Verhalten ausgesendet wird. Fake News und Lügen beherrschen die Tagespolitik. Der Wähler bekommt nicht mehr, wofür er seine Stimme gegeben hat. Einen größeren Vertrauensbruch kann es gar nicht geben.

Um diesen Wahnsinn zu vertuschen, positionieren sich die „neuen Lügner“ im Bundestag als Kämpfer für Recht und Ordnung, um gleichzeitig andere Parteien, darunter die AfD (die ich nicht mag und nicht wählen würde) zu bekämpfen. Dabei haben sie nicht begriffen, das ein Angegriffener zum Gegenkampf ansetzt. Genauso wenig wie die EU-Parlamentarier, die applaudieren, weil eine 16-Jährige aus Schweden möchte, dass Menschen in Panik geraten. Mag ihr Ansinnen noch so sehr begründet sein, doch Menschen die Pest an den Hals zu wünschen, weil sie anders denken und handeln, ist durch nichts zu begründen. Haben die Kriege nicht bewiesen, zu welchen grausamen Taten Menschen fähig sind, wenn sie in Panik geraten? Oh Herr, schmeiß Hirn, damit nicht nur die Kinder klüger werden, sondern auch die Volksvertreter.

Mit wieviel Blindheit letztere in Deutschland beschlagen sein, um die Zusammenhänge zwischen Lügen und Erstarken der Ränder nicht erkennen zu wollen. Ach, sorry. Ich vergaß: Macht und Geld fressen Hirn. Sie können also gar nicht als sich so zu verhalten. Nun ja, dann ist ja alles klar. In diesem Sinne: auf eine gute Zusammenarbeit in der GroKo. Ein Akronym aus Große Kosten. Der Wähler darf eben nicht nur machtgeile Politiker wählen, sondern auch noch für deren Wahlversprechen noch tiefer in die Haushaltskasse greifen. Hier gilt im wahrsten Sinne des Wortes: „Selbst gewählte Leiden“.

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