Drei Streifen ohne Solidarität

Seit mehr als 30 Jahren investiere ich in Immobilien – ausschließlich in Wohnobjekte. Dafür wurde ich oft belächelt. Zum einen wegen einer mieterfreundlichen Rechtsprechung. Zum anderen wegen begrenzter Einnahmemöglichkeiten. Das sei, so sagen meine Kritiker, bei gewerblichen Mietobjekten ganz anders.

Das stimmt. Doch auch hier gilt: Gier frisst Hirn. Will ich solide und nachhaltig ein Vermögen aufbauen, geht es nur mit Wohnimmobilien. Will ich schneller viel Geld verdienen und bin ich bereit, dafür ein höheres Risiko einzugehen, dann sind Gewerbeobjekte eine gute Wahl. Doch sind diese Vermieter die Ersten, die in Krisenzeiten Probleme bekommen können. Als das Drogerieunternehmen Schlecker in den Konkurs rutschte, wurden insgesamt 11.000 Filialen europaweit geschlossen. Ein herber Verlust für Vermieter.

Wie sich die Geschichte zwischen Adidas und seinen Vermietern entwickeln wird, ist heute offen. Letztere haben gerade ein Problem mit dem im DAX notierten Unternehmen. Aufgrund der Coronakrise  will Adidas, das zu den wertvollsten Markenunternehmen der Welt gehört,  für seine 2.500 Shops weltweit keine Miete mehr zahlen. So sieht sie aus. Die gelebte Solidarität zwischen reichen DAX-Unternehmen und Vermietern, die häufig eine Immobilie zur Altersvorsorge besitzen.

Hände weg von Gewerbeimmobilien! In diesem Haifischebecken gibt es keine Solidarität.

 

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