Einer ist immer das arme Schwein

Vermögensaufbau

Ein Huhn und ein Schwein wollen ihr Start-up Unternehmen „Breakfast to go“ gründen. Das Angebot besteht im Wesentlichen aus Ei, Speck und Kaffee. „Das Ei“, so sagt das Huhn zum Schwein, „liefere ich und du den Speck“. „Das geht doch gar nicht“, erwiderte das Schwein, „dann sterbe ich.“ „Tja“, antwortete das Huhn, „einer ist immer das „arme Schwein“.

In Sachen Geld sieht es leider genauso aus. Ein Ärgernis unter den Deutschen ist die GEZ-Gebühr. Wobei Gebühr das falsche Wort ist. Sie ist eine Steuer, da sie jeder zahlt, der eine Wohnung besitzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er im Besitz eines Smartphones, TV-Gerätes oder Radios ist. Die weniger intelligenten Zeitgenossen berufen sich darauf, ohnehin nur die kostenlosen Sender wie RTL, Sat1 oder Pro7 zu schauen. Für sie gehört die Gebühr abgeschafft. Im Gegenzug würden sie auf ARD und ZDF verzichten. Gleichzeitig würden sie selbstverständlich die ständigen Werbeunterbrechungen auf den  privaten Kanälen in Kauf nehmen. Diese Rechnung allerdings ist so was von falsch. Diese „Seher“ vergessen, dass Werbung die Haupteinnahmequelle der Sender ist. Je mehr Zuschauer, desto teurer die Werbesekunde für Werbekunden. Je nach Ausstrahlung kann ein Spot von 30 Sekunden schon mal locker 150.000 Euro kosten. Dieses Geld zahlen die Unternehmen natürlich nicht aus der Portokasse.  Das Geld für diese horrenden Kosten holen sich die Werbekunden über den Verkaufspreis ihrer Produkte zurück. Hier sind die Werbekosten anteilig enthalten. Deshalb gilt auch hier: Einer ist immer das arme Schwein – in diesem Fall der TV-Zuschauer.

Kümmern Sie sich um Ihren Vermögensaufbau

Gleiches passiert übrigens bei Aktien. Mit Blick auf einen langfristigen Vermögensaufbau geht es nicht ohne sie. Zum einen profitieren Aktionäre von den Kursgewinnen (so sie denn die „richtigen“ Aktien ausgewählt haben). Zum anderen durch die Dividenden. Letztere ergeben sich aus dem Gewinn der Aktien-Gesellschaft. Dieser wiederum kommt durch Umsatz nach Abzug aller Kosten zustande. Somit zahlt auch hier der Konsument die Zeche an die Aktionäre. Durch den Kauf der Produkte trägt er zum Gewinn der AG bei und damit auch zur Dividendenzahlungen. Niemand hat etwas zu verschenken. Alles wird vorher eingepreist.

Wenn Sie nicht wollen, dass Aktionäre durch Ihre Einkäufe vermögender werden als Sie selbst, dann gibt es nur eine Lösung. Sie können das System nicht verändern. Deshalb müssen Sie, ob es Ihnen schmeckt oder nicht, Teil des Systems werden, indem Sie einen Teil Ihres Geldes in Aktien investieren. Wenn Sie es nicht tun, dann tun es andere. Das aber wäre doch schade, wenn andere durch Ihr Geld reicher werden. Oder?

 

 

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