Es ist nicht alles Gold was glänzt

In dieser Woche hat der Goldpreis ein Allzeithoch erreicht. Nie war das Edelmetall teurer. Anleger, die Anfang Januar 2019 in Gold investiert haben, können sich heute über einen Gewinn von fast 20 Prozent freuen. Eigentlich eine gute Nachricht. Tatsächlich aber steht diese Entwicklung für etwas unerfreuliches. Rezessionsfurcht, Negativzinsen sowie die von den USA ausgelösten Handelskriege verunsichern die Anleger.

Darüber hinaus verheißen die Nachrichten aus der EZB-Zentrale nichts gutes. Die Währungshüter tragen sich mit dem Gedanken, die Inflationsrate anzutreiben. Sollte es dazu kommen, gewährt Gold einen besseren Schutz vor Verlusten als Anleihen.

In solchen Zeiten ist Gold ein relativ sicherer Hafen. Das treibt den Preis nach oben, was kein Experte Anfang 2019 für möglich hielt. Stattdessen warnten sie vor einer Investition in das Edelmetall. Wer auf sie gehört hatte, wird nun eines Besseren belehrt.

Getreu meinem Motto „Breit gestreut hat nie gereut“ gehen niedrige Kosten/Gebühren bei gleichzeitiger Splittung des Anlagekapitals auf verschiedene Vermögensklassen eine Erfolgssymbiose ein. Wer sich daran hält, muss sich nicht von Experten beraten lassen. Keiner von ihnen hört das Gras wachsen. Sie alle kochen nur mit Wasser. Wer von den Experten kann denn heute schon sagen was morgen passiert?

Wann immer Sie Geld investieren können, tun Sie es sofort. Der Augenblick ist stets der beste Moment. Denn dadurch nutzen Sie den Cost Average-Effekt. Sinkt der Preis erhalten Sie mehr Anteile vice versa bei steigenden Preisen weniger Anteile gutgeschrieben. Der daraus entstehende Durchschnittswert führt so zu einer besseren Rendite.

Entwicklungen zum Goldpreis – Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl

Gehen Sie Ihren eigenen Weg und benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand, damit haben Sie alle Voraussetzungen für eine gewinnbringende Zukunft erfüllt. Glauben Sie nicht, andere hätten Ihnen hier etwas voraus. Gerade mit Blick auf die monetäre Zukunft stochern sie im Nebel. So schrieb z. B. das Nachrichtenmagazin „Focus“ am 28.9.2015: „Experten befürchten Goldpreis unter 1.000 Eu-ro“. In der Zeitung „Die Zeit“ heißt es am 20.07.2015: „Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit 2010.“ In der Telebörse vom 8.07.2018 heißt es: „Kein sicherer Hafen: Handelsstreit bringt Goldpreis unter Druck…“ Der SWR berichtet am 21.8.2018: „Goldpreis fällt und fällt…“ Am 27. August 2019 aber berichten die Medien: „Der Goldpreis steigt und steigt. An diesem Tag notierte die Feinunze bei 1.388,33 Euro. Ein Rekord. So teuer war die Unze Gold noch nie!

Hier zeigt sich doch, wovon die Medien und so genannte Experten leben: Effekthascherei. Man könnte es auch Investment-Pornografie nennen. Je nach Klientel prostituieren sie sich mit angeblichen heißen News, was sie nicht daran hindert, ständig die Richtung zu wechseln. Nicht alle natürlich, aber viele. Medien leben von Nachrichten, die sie ihrer Zielgruppe verkaufen. Je mehr das gelingt, desto mehr Geld sprudelt in deren Kassen. Dabei will ich nicht unterstellen, dass bewusst falsche Informationen veröffentlicht werden. Jeder gibt mit Sicherheit sein Bestes. Doch wie sieht das in Sachen Finanzmärkte aus? Nun, diese Experten haben mit ihrem Auto eine längere Wegstrecke zurückgelegt. Durch ein Unwetter und ausgefallenen Scheibenwischer wird ihnen die Sicht nach vorne genommen. Obwohl sie nichts mehr sehen können, fahren sie weiter, weil sie aus den Erfahrungen der bereits gefahrenen Strecke eine Prognose für die Weiterfahrt entwickeln. Das geht nur bis zur nächsten Kurve gut.

Anleger, die auf diesen medialen Zirkus reinfallen, sind leichte Beute für Anbieter, die durch „aktives Management“ den Kunden vor Verlusten schützen wollen. Das kann nicht gelingen. Wer Sie auffordert, Ihr Depot umzuschichten, verfolgt in erster Linie eigene Interessen. Getreu einer alten Börsenweisheit:

„Vieles hin und her macht schnell die Taschen leer“.

Während Ihre Taschen ob der Gebühren und Kosten leerer werden, füllen sich dieselben bei den Beratern – mit Ihrem Geld! Damit bestätigt sich einmal mehr: „Ihr Geld ist nicht weg. Es hat nur ein anderer. “ Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie sich selbst kümmern. Das zahlt sich aus. Auch in Sachen Gold, wenn Sie es nicht in Geldwerte „umrechnen“. Diese sind nur ein Ausdruck aktueller Tauschwerte (= Geld gegen Gold). Gold sichert das Vermögen seit Generationen. Papiergeld nicht. Dieses ist als Tauscheinheit im Alltag bequem und geeignet. Nicht aber als Vermögenswert. Papiergeld hat in allen Krisenzeiten versagt und sich buchstäblich in Nichts aufgelöst. Gold nie!

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