EU-Beamte können nur bei Schönwetter

Den Autobauern stehen extrem harte Zeiten bevor. Nicht nur, dass nach der Krise niemand sofort losrennen wird, um sich ein neues Auto zu kaufen. Die Eurokraten, von denen in diesen Zeiten so gar nichts zu hören ist, machen es den Herstellern zunehmend schwerer.

Ich bin ein glühender Anhänger der europäischen Idee, doch lehne ich die EU-Behörde in ihrer jetzigen Konstellation ab. Immer mehr zeigt sich, dass die dort mehr als 40.000 Angestellten in Krisen abtauchen und in guten Zeiten die EU-Bürger mit unsinnigen Vorschriften drangsalieren. Nichts als Schönwetterbeamte, die sich auf unsere Kosten einen tollen Tag machen. Sie haben nichts, absolut nichts aus dem Brexit gelernt.

Noch immer gibt es seitens der Europäische Union keine einheitliche Strategie. Dabei müsste sie alles tun, damit sich die einzelnen Staaten gegenseitig helfen. Wo sind die Eurokraten, wenn sie wirklich mal beweisen könnten, dass sie auch in stürmischen Zeiten handlungsfähig sind? Handelt sie nicht, verschlimmert sie nicht nur die gegenwärtige Krise. Sie gefährdet am Ende sogar das Projekt der europäischen Einheit.

Was muss dann noch passieren, damit in Brüssel sämtliche Alarmglocken klingeln?

Eine Schande, wie sich diese Institution verhält. Italien und Spanien brauchen so dringend Hilfe und was macht Brüssel? Nichts. Stattdessen wird wieder einmal darüber nachgedacht, wie nun endlich diese unsäglichen Eurobonds eingeführt werden können. Dafür muss das Coronavirus herhalten, weshalb einige Politiker, auch einige Deutsche, die von Wirtschaft so wenig Ahnung haben wie die Kuh vom Sonntag, von Coronabonds sprechen. Anderer Name, gleicher schlechter Inhalt.

Es bedeutet nichts anderes als eine Vergemeinschaftung der Schulden innerhalb der Eurozone. Wohlgemerkt, es geht um Schulden, nicht um die Anpassung der Lebensverhältnisse. Kommt es zu diesen Coronabonds, dann wird der Deutsche weiterhin erst mit 67 Jahren in Rente gehen, während der Franzose schon 12 Jahre früher den Lebensabend genießen kann. Warum soll er das ändern, wenn es die „dummen Deutschen“ gibt, die für ihn weiterhin arbeiten gehen? Noch bleibt Merkel standhaft. Doch wie lange noch? Immer mehr Länder bedrängen sie, ihre ablehnende Haltung aufzugeben.

Es ist eine Schande, dass über diese Bonds so offen diskutiert wird. Hier wollen sich Länder auf unsere Kosten einen lauen Lenz machen. Dazu darf es niemals kommen. Wir haben schon mit unserem Rentensystem Probleme en Masse.

 

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