Je breiter Sie Ihr Geld streuen, desto weniger werden Sie bereuen

Es gibt keine Sicherheit im Leben. Erst Recht nicht, wenn es ums Geld geht. Geld kommt und geht. Kommt es zu einer weltweiten Krise, weiß niemand, was im nächsten Schritt mit seinem Geld und seinem Vermögen passieren könnte. Mit Blick auf die weltweiten Krisenherde wird es mit jeder Woche schwieriger, die Situation realistisch zu bewerten. Das aber wäre sehr wichtig, um sein Geld vor Verlusten zu schützen.

Weil kein Mensch in die Zukunft sehen kann, sollte er Vorsorge betreiben, auch wenn ich dieses Wort nicht mag. Vorsorge heißt doch nichts anderes als die „Sorge vor…“ Die Sorge vor was? Vor dem Leben? Das Leben ist wie es ist. Keiner kann es beeinflussen. Positives Denken hilft zwar, die Gedanken zu steuern. Das Schicksal beeinflussen können sie nicht. Dennoch gilt für mich: „Wir denken in jeder Sekunde, warum nicht gleich positiv?“ Das fühlt sich doch sehr viel besser an, als ständig darüber nachzudenken, was alles negative passieren könnte.

Warum muss man immer von Sorgen sprechen? Das Leben ist für mich ein einzigartiges Geschenk, das es zu genießen gilt. Wie dämlich klingt in diesem Zusammenhang die Aufforderung, heute schon an morgen zu denken. Niemand weiß, ob er morgen noch lebt. Das entbindet ihn natürlich nicht von seiner Verantwortung. Ein Leben, dass mehr den Fokus auf die „Vorsorge“ als auf das „Hier und Jetzt“ hat, ist meiner Meinung nach alles andere als lebenswert. Letzteres aber scheint die Finanzindustrie den Menschen zu nehmen. Sie wollen, dass schon der Azubi fürs Alter vorsorgt. Der hat sein Leben noch vor sich und soll in jungen  Jahren darüber nachdenken, was in 50 Jahren sein könnte. Wie dumm ist das denn?

Natürlich ist es grundsätzlich richtig, an die Zukunft zu denken. Doch Ängste und Sorgen sind hier Fehl am Platze. Es geht darum, den Augenblick zu l(i)eben und im Rahmen seiner Möglichkeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es gibt aus meiner Sicht nicht „die“ eine sichere Kapitalanlage. Aktien können genauso crashen wie Immobilien, Gold und Versicherungen. Die Geschichtsbücher legen darüber eindrucksvoll Zeugnis ab. Was aber gilt ist: Nicht alle Kapitalanlagen crashen in Krisenzeiten gleich stark, lassen sich Verluste begrenzen. Genau aus diesem Grund müssen Sie Ihr Geld immer breit streuen. Genau das tun die Deutschen nicht.

So gibt es hier mehr Lebens- und Rentenversicherungsverträge als das Land Einwohner hat. 90 Millionen zu rund 82 Millionen. Da nicht jeder Deutsche eine Versicherung besitzt, müssen also einige gleich mehrere Verträge besitzen. Da ich natürlich niemals in diese schlimmste, weil starrste Form, aller Altersvorsorgemodelle mein Geld investiere, muss es einige Versicherungskunden geben, die noch mehr als mehr Verträge ihr eigen nennen. Sie fühlen sich sicher, sind aber genau das nicht. Wer´s nicht glaubt, sollte ein Blick in die Medien wagen.

Natürlich ist es besser, etwas zu tun als die Hände in den Schoß zu legen und auf ein Wunder zu hoffen. Insofern verurteile ich das Verhalten der Versicherungskunden nicht. Mich beunruhigt einzig, dass diese typischen Anleger häufig alles Geld, welches sie für ihre private Altersvorsorge zur Verfügung haben, in nur eine Kapitalanlage investieren. Das ist ein sehr, sehr großer Fehler.

Wer z. B. monatlich 200 Euro fürs Alter sparen will, zahlt diese sehr häufig in nur eine Lebensversicherung. Diese sogenannte Klumpenbildung ist bei allen Anlageformen sehr gefährlich. Es gibt Anleger, die haben ihr Vermögen nur in Geld oder nur in Gold oder nur in Aktien oder nur in Immobilien investiert. Kommt es in einem dieser Bereiche zu einem Crash ist häufig das komplette Geld weg.

Das lässt sich am sichersten verhindern, indem ein Anleger, der z. B. 200 Euro monatlich anlegen möchte, diesen Betrag splittet, also auf verschiedene Anlagen verteilt. So könnte er z. B. 100 Euro in eine Lebens- oder Rentenversicherung zahlen (es gibt bessere Möglichkeiten, doch hat Geld immer etwas mit Gefühlen zu tun. Trotz aller Fakten fühlt sich ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen mit deutschen Lebensversicherungen sicherer. Auch wenn es diese Sicherheit nicht gibt, will ich niemandem seine Gefühle nehmen). 50 Euro legt er aufs Sparbuch (hier gibt es bekanntermaßen keine Zinsen, dass aber darf nie ein ausschlaggebendes Kriterium sein). Die restlichen 50 Euro fließen z. B. in einen passiven Fonds.

Mit dieser Aufteilung reduziert sich zum einen das Verlustrisiko, während sich die Gewinne verbessern – getreu dem Motto: „Breit gestreut hat nie gereut“.

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