Auch wenn es schwerfällt: einfach mal lachen

Wir sind noch mittendrin in der Krise. Niemand weiß, wann wir zurückkehren können in unser altes „normales“ Leben. Bis dahin heißt es: Niemals aufgeben und viel lachen. Lachen ist die beste Medizin, sagt schon der Volksmund. Inzwischen wurde diese Binsenweisheit wissenschaftlich mehrfach bestätigt.

Bis zu 300 verschiedene Muskeln werden bei einem Lachvorgang aktiviert. Allein das Hochziehen der Mundwinkel wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Schon auf eine einzige Lachminute folgt eine Körperentspannung von 45 Minuten. Beim Lachen werden sogar viele Muskeln bewegt, die sonst brach liegen und nie genutzt werden. Durch diese Prozesse fühlt sich der Mensch natürlich, unabhängig von der seelisch-geistigen Heiterkeit, auch körperlich entspannter.

Der japanische Forscher Prof. Dr. Yoji Kimura von der Kansai-Universität in Osaka hat sich wissenschaftlich mit dem Lachen beschäftigt, und eine „Lach-Formel“ entdeckt, deren Ergebnis mit der Maßeinheit aH angegeben wird. Dadurch war es ihm möglich, festzustellen, dass Kinder zehn aH pro Sekunde lachen. Dieser Wert ist etwa doppelt so hoch wie bei Erwachsenen.

Stressige Situationen sind durch ein Lachen viel leichter zu ertragen. Dieser „Lachschutz“ geht sogar so weit, dass das körpereigene Immunsystem gestärkt wird. Das ist gerade in diesen Zeiten so extrem wichtig. Lachen führt zu Harmonie. Und diese Harmonisierung geht einher mit der Freisetzung von körpereigenen, ja fast Euphorie erzeugenden Suchtstoffen. Das heißt, wir sind ein regelrechtes chemisches Reservoir. In uns stecken wunderbare Substanzen. „Wir müssen sie nicht kaufen, nur lernen, sie freizusetzen“, resümiert Prof. Dr. Hinderk Emrich von der Medizinischen Hochschule Hannover. Und für Prof. Kimura wirkt Lachen auf unser Gehirn wie ein Neustart beim Computer. „Lachexperten“ empfehlen daher auch, jeden Tag mindestens 15 Minuten zu lachen, weil dadurch das Immunsystem am besten stimuliert wird. So genannte Antikörper, die der Körper zum Schutz vor Bakterien und Viren braucht, werden neu gebildet. Der deutsche Mediziner Dr. Kirch wies überdies nach, dass Lachen eine Erschütterung des Zwerchfells auslöst und dadurch die benachbarten Organe massiert werden. Darüber hinaus werden beim Lachen die Lungen mit doppelt so viel Sauerstoff gefüllt, wie beim Sitzen.

Lachen hat also mindestens drei positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper:

1. die Abwehrkräfte werden gestärkt
2. der Stresspegel sinkt
3. der Hormonschub sorgt für Glücksgefühle

Wer das Leben von der heiteren Seite sieht, findet genügend Möglichkeiten, einmal mehr zu lachen. Lachen Sie immer, auch wenn es regnet. Dem Regen ist es egal, ob Sie sich aufregen oder nicht, es wird weiterhin regnen. Nehmen Sie die Regentage und andere „unangenehme“ Dinge mit Humor und Sie werden erkennen, wie vieles von Ihnen im positiven Sinne abfällt. Wer lacht, gewinnt!

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